Wenn man mit Optionen handeln möchte, hat man die Möglichkeit, entweder mit Put-Optionen oder Call-Optionen zu traden. Dabei unterscheiden sich die beiden Arten fundamental voneinander und je nach Strategie und Risikobereitschaft ist oft auch nur eine der beiden Optionen relevant.

Dabei beschreibt eine Put-Option eine Verkaufsoption und eine Call-Option eine Kaufoption. Folgend befassen wir und mit der Put-Option und zeigen auf, für wen sich die Verkaufsoption eignet, wie sie funktioniert, wie der Handel abläuft und worauf Trader aus der Schweiz achten müssen. 

Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Put-Optionen ermöglichen den Verkauf eines Basiswertes zu einem festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt.
  • Es gibt Long Put und Short Put Optionen, um von fallenden oder steigenden Kursen zu profitieren.
  • Trader können die Optionsprämie einnehmen und ihr Portfolio mit Protective-Puts absichern.
  • Put-Optionen sind komplex und erfordern umfangreiches Wissen sowie ein gutes Risikomanagement.
  • Die Zeitempfindlichkeit und der Kauf in Paketen sind Herausforderungen für Trader, und es besteht ein gewisses Verlustrisiko, aber auch die Möglichkeit einer guten Rendite. Anfänger sollten sich mit Demo-Trades vorbereiten und Vorwissen erwerben.

Definition: Was ist eine Put-Option?

Bei einer Put-Option wie auch bei einer Call-Option handelt es sich um einen Krontrakt zwischen dem Käufer (Optionsinhaber) und dem Verkäufer (Optionsschreiber oder Stillhalter). Im Falle der Put-Option erwirbt der Käufer im Grunde das Recht, ein bestimmtes Asset, welches bei Optionen auch Basiswert genannt wird, zu einem vordefinierten Zeitpunkt zu einem zuvor festgelegten Preis zu verkaufen.

Eine Pflicht wird ihm aber nicht zugeschrieben. Andererseits verpflichten sich die Verkäufer dazu, den Basiswert zum definierten Preis zu verkaufen, sobald die Option ausgeübt wird. Dieser Preis wird auch Ausübungspreis oder Strike-Preis genannt. Da sich der Verkäufer zur Abnahme verpflichtet, wird er auch als Stillhalter bezeichnet. 

Dabei erhält er vom Käufer die sogenannte Optionsprämie als Ausgleich für das aufgenommene Risiko. In der Praxis wird der Käufer nur von seinem Recht Gebrauch machen, wenn der aktuelle Kurs des Basiswertes unter den Ausübungspreis sinkt, da nur dann ein Gewinn erzielt werden kann. 

Ausübungsarten

Wenn man sich die Geschichte von Optionen generell anschaut, wird klar, warum es verschiedene Ausübungsarten von Optionen gibt. Damals wurden Optionen nämlich ähnlich wie Futures dafür genutzt, um im Rohstoffhandel vorausplanen zu können. Wenn eine Ölraffinerie beispielsweise wussten, dass sie in 12 Monaten eine Menge X an Rohöl benötigen und davon ausgegangen sind, dass der Preis steigen wird, so ergab es Sinn, Öl mit Optionen zu kaufen.

Deshalb hat man bei Optionen die Möglichkeit, sich ein physisches Produkt liefern zu lassen oder aber einen Barausgleich zu verlangen. Für die meisten Trader ist hier natürlich nur der Barausgleich attraktiv, jedoch könnte man theoretisch auch einen physischen Ausgleich festlegen.

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Wie funktionieren Put-Optionen?

Funktion von Stillhalter und Käufer beim Handel von Put-Optionen
Funktion von Stillhalter und Käufer beim Handel von Put-Optionen

Um zu verstehen, wie Put-Optionen in der Praxis gehandelt werden können, muss man zunächst die Funktionsweise von Optionen an sich verstehen. Hierbei ergibt es Sinn, auch die Call-Option zu verstehen. 

Vergleich zur Call-Option

Die Call-Option wird auch als Kaufoption bezeichnet. Sobald sie herausgegeben wird, erhält der Käufer das Recht, bis zum Ablaufdatum die vordefinierte Anzahl an Basiswerten zum vordefinierten Preis zu erwerben. Eine Pflicht tritt hierbei aber nicht ein.

Long Put vs. Short Put

Wie bei anderen Anlagemöglichkeiten auch, haben Trader von Optionen die Möglichkeit, einen Long- oder Short-Trade einzugehen. Folgend zeigen wir die Unterschiede in der Praxis auf.

Long Put

Long Put beschreibt das Kaufen einer Put-Option. Da es sich bei einer Put-Option um eine Verkaufsoption handelt, profitieren Trader, die einen Long Put setzen, von fallenden Kursen. Hierbei wird dem Anleger bzw. dem Käufer das Recht unterbreitet, den Basiswert zum Strike zu verkaufen. Eine Optionsprämie muss man auch hier bezahlen.

In der Praxis wird bei einem Long Put zunächst der Basiswert erworben und der Strike definiert. Gleich wie bei einem Short Put kann sich der Käufer auch entscheiden, ob er Optionen am Geld, im Geld oder aus dem Geld haben möchte. Am Geld bedeutet, dass der aktuelle Kurs und der Ausübungspreis gleich sind. Aus dem Geld bedeutet, dass der innere Wert einer Option gleich null ist. 

Short Put

Bei einem Short Put verkauft man die Verkaufsoption. Trader entscheiden sich für diese Put-Option, wenn sie von steigenden Kursen profitieren möchten. Auch hierbei bekommt der Stillhalter eine Optionsprämie zugeschrieben.

Der Verkäufer wird dazu verpflichtet, den Basiswert der Option zum festgelegten Termin und Preis zu kaufen, sofern der Käufer von seinem Recht Gebrauch macht. Auch hier wird zum Verkauf der Put-Option direkt ein Strike festgelegt. Auch hier kann dieser aus dem Geld oder im Geld liegen. 

Gewinn bei einer Put-Option

Bei Put-Optionen beeinflussen mehrere Faktoren den möglichen Gewinn. Hierbei spielen Einkaufspreis, Verkaufspreis und natürlich die Optionsprämie eine Rolle. Das Delta zwischen dem Einkaufspreis und Verkaufspreis abzüglich der Optionsprämie bestimmen hier den Gewinn.

Wichtig: Bei einer Put-Option sind Gewinne und Verluste dahingehend begrenzt, dass der maximale Gewinn beispielsweise bei einem Short Put nie höher als die Optionsprämie sein und der Verlust nicht unter null sinken kann. 

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Vor- und Nachteile von Put-Optionen

Wie jedes Finanzprodukt haben auch Put-Optionen verschiedene Vor- und Nachteile, weshalb sich das Produkt nicht für jeden Trader gleich gut eignet. Um dies zu verdeutlichen, betrachten wir folgend die wichtigsten positiven und negativen Aspekte. 

Vorteile

  • Stillhalter erhält Prämien
  • Partizipation an steigenden und fallenden Kursen möglich
  • Gut zur Portfolio-Absicherung geeignet
  • Berechenbares Risiko

Nachteile

  • Zeitwertverlust
  • Totalverlust möglich
  • Nur in festgelegten Größen handelbar

Vorteile

Zum einen können Anleger von Put-Optionen die Optionsprämie einstreichen, sofern sie das Risiko eingehen. Zudem kann man mit Put-Optionen sowohl von fallenden als auch von steigenden Kursen profitieren, je nachdem welche Puts man handeln möchte.

Des Weiteren können Anleger mit Put-Optionen ihr Portfolio absichern. Hierbei ist von Protective-Puts die Rede. Hierbei erwirbt ein Anleger Puts auf Basiswerte, die er selbst besitzt. Sollte nun der Wert der Anlage sinken, so gewinnt die Option an Wert und gleicht den Depotverlust aus. 

Darüber hinaus ist das Risiko relativ überschaubar, obwohl es sich um ein eher komplexes Finanzprodukt handelt. Demnach ist der Maximalverlust „nur” der Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Nachteile

Die Put-Optionen sind gegen Zeitverlauf empfindlich. Das bedeutet, dass die Optionen, die aus dem Geld sind, an Wert verlieren, je näher das Verfallsdatum anrückt. 

Zudem sind Optionen generell kein risikoarmes Geschäft. Es kann zwar maximal nur ein Totalverlust eintreten, jedoch kann dies je nach eingesetztem Kapital dennoch erheblich sein. Aufgrund der Komplexität des Produktes sind Put-Optionen nicht wirklich für Anfänger geeignet, weshalb man sich zuerst Vorwissen aneignen sollte.

Zudem lassen sich die Basiswerte von Optionen oft nur im Paket einkaufen. Beispiel Öl mit mindestens 1000 Barrel. Besonders dann, wenn man mit Protective-Puts arbeiten möchte, kann dies zum Problem werden. 

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Fazit – relativ risikoarmes Finanzprodukt mit hohen Renditechancen

Sollte man sich ins Geschäft der Put-Optionen oder generell Optionen stürzen oder eher nicht? Fakt ist: Mit Put-Optionen oder generell mit Optionen kann bei recht kleinem Kapitaleinsatz theoretisch gute Rendite erzielen.

Put-Optionen stellen dabei das Gegenstück zu Call-Optionen dar und geben Anlegern das Recht, einen Basiswert zu einem vordefinierten Preis an einem festgelegten Termin zu verkaufen. Manche Anleger traden aktiv mit Optionen, während andere mit ihnen ihr Portfolio absichern (Protective-Puts).

Obwohl das Handeln mit Put-Optionen in der Theorie recht einfach ist, handelt es sich um eines der komplizierteren Finanzprodukte. Besonders Anfänger haben oft Probleme damit, die Wichtigkeit des Zeitwertes und die Funktion der Optionsprämie in ihre Risikomanagementstrategie einfließen zu lassen. Deshalb sollte man sich zuerst mit Demo-Trades befassen und sich einiges an Vorwissen aneignen.

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FAQ – Meistgestellte Fragen zu Put-Optionen für Einsteiger aus der Schweiz

Was sind Put-Optionen?

Bei Put-Optionen wird Anlegern das Recht zugewiesen, ein Asset zu einem vordefinierten Preis an einem bestimmten Termin zu verkaufen. Dabei stellen sie das Gegenstück zu Call-Optionen dar. In der Praxis kann der Trader sich zwischen einem Long Put und einem Short Put entscheiden, um entweder von fallenden oder steigenden Kursen profitieren zu können.

Wie funktionieren Put-Optionen?

Bei einer Put-Option wird der Verkäufer auch Stillhalter. Er verpflichtet sich zur Abnahme des Basiswertes. Dafür erhält er vom Käufer eine Optionsprämie, da er ein Risiko eingegangen ist. Je nachdem, welche Strategie ein Anleger verfolgt, kann er short oder long gehen. 

Welche Vorteile haben Put-Optionen?

Mit einem Long Put kann man auf einen fallenden Kurs spekulieren, um Gewinne zu erzielen. Der Anleger hat einen Put gekauft, der ihm das Recht gibt, den Basiswert zu einem festen Preis zu verkaufen. Je tiefer der Kurs fällt, desto höher sind die Gewinne. Das Risiko ist nur so hoch wie die Prämie, die er für den Put bezahlt hat. Das Gegenstück ist mit dem Short Put möglich, weshalb Put-Optionen ein hohes Maß an Flexibilität bieten. Sie können auch als Absicherung für das eigene Portfolio dienen. Mit einem Protective Put kann der Anleger einen Kursverlust seines Portfolios ausgleichen, indem er von dem steigenden Wert des Puts profitiert.

Welche Nachteile haben Put-Option?

Um mit Optionen zu handeln, braucht man nicht nur viel Wissen, sondern auch ein gutes Risikomanagement. Optionen haben einen inneren Wert und einen Zeitwert, der sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Der Zeitwert ist oft schwer zu berechnen und zu verstehen. Außerdem sind die Basiswerte, auf die sich die Optionen beziehen, oft nur in Paketen erhältlich. Das macht den Optionshandel, insbesondere mit Put-Optionen, zu einer komplexen und anspruchsvollen Materie, die nicht für Anfänger geeignet ist. Darüber hinaus gilt auch hier wie bei allen anderen Finanzprodukten: Der Totalverlust ist möglich und obwohl man Risikominimierung betreiben kann, geht das Risiko niemals gegen null.

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