Prop-Trading ist die Abkürzung für „proprietary trading” und beschreibt, wie der Name schon sagt, den Handel mit Fremdkapital, aber auch unter Aufsicht. Im Gegensatz zum klassischen Trading, bei dem Trader in der Regel Trades für sich selbst bei einem Broker ausführen, werden beim Prop-Trading die Trades von der Prop-Trading Gesellschaft oder der Bank selbst gewinnorientiert ausgeführt. Mit anderen Worten, man versucht, für das Schweizer Prop-Trading Unternehmen Gewinne zu erzielen und bekommt dafür kapitalisierte Handelskonten zur Verfügung gestellt.

Key Facts zum Prop-Trading:

  • Prop-Trading Unternehmen stellen Tradern Kapital zur Verfügung
  • Die Prop-Trader können mit diesem Kapital handeln
  • Dabei müssen strenge Vorschriften eingehalten werden
  • Bieten die Möglichkeit zum Vollzeit-Trading
  • Prop-Trading Unternehmen und Hedgefonds machen einen großen Teil des Finanzmarktes aus 
Prop Trading in der Schweiz

Definition: Was ist Prop-Trading? Funktionsprinzip für Schweizer Trader erklärt

Wie bereits erwähnt, bezeichnet Proprietary Trading oder kurz Prop-Trading den Handel mit Finanzinstrumenten, bei dem ein Finanzinstitut oder eine spezialisierte Handelsfirma eigene Mittel anstelle von Kundengeldern einsetzt. Prop-Trading ist ein wichtiger Teil des globalen und des Schweizer Finanzmarktes, da es den Marktteilnehmern die Möglichkeit gibt, ihre eigene Meinung über die Preisentwicklung von Vermögenswerten zum Ausdruck zu bringen und so ihr Portfolio zu diversifizieren.

Es ist auch eine Möglichkeit für Schweizer Unternehmen, ihre Handelsfähigkeiten und -kompetenzen zu verbessern und unter Beweis zu stellen. In der Regel werden beim Prop-Trading ähnlich wie bei Hedge-Fonds große Volumina gehandelt, was die Bedeutung dieser Branche für die Finanzmärkte unterstreicht.

Prop Trading im MetaTrader 5

In der Praxis stellen Prop-Trading-Firmen den Schweizer Tradern Firmengelder und Konten zur Verfügung, um Gewinne zu erzielen. Dabei werden die Trader häufig gezwungen, die Handelsstrategie des Unternehmens zu verfolgen. Bei den Unternehmen, die Prop-Trading anbieten, handelt es sich häufig um kleine Firmen, aber es gibt auch Ausnahmen. Einige Unternehmen betreuen Hunderte von Tradern.

Wie bereits erwähnt, handelt ein Prop-Trader mit Firmengeldern, die von der Prop-Trading-Firma zur Verfügung gestellt werden. Es versteht sich von selbst, dass diese Unternehmen bei der Auswahl der Trader sehr selektiv vorgehen, da es sich um Firmengelder handelt. Teilweise werden die Trader von den Prop-Trading-Firmen selbst ausgebildet, teilweise wird das Hedgefonds-Modell angewendet, bei dem die Trader über ein enormes Wissen verfügen müssen und dann auch eine höhere Verantwortung tragen. individuellen Fall etwas abändern. 

Welche Prop-Trading-Firmen gibt es in der Schweiz?

Schweizer Prop Firmen

Prop-Trading-Firmen funktionieren im Kern immer gleich, jedoch kann man die Unternehmen in ihrem Umgang mit den Tradern unterscheiden. Dabei wird auch in der Schweiz im Grunde zwischen zwei verschiedenen Arten von Prop-Trading Unternehmen unterschieden:

Prop-Trading-Firmen mit Aufnahmetest

Diese Unternehmen organisieren eine Aufnahmeprüfung, um die Kompetenz der Trader zu überprüfen. Dabei kommt meist nur das oberste Perzentil durch die Prüfung und häufig werden auch kostenpflichtige Kurse und Lernmaterialien vorausgesetzt, um überhaupt an der Prüfung teilnehmen zu dürfen. Die Prüfung selbst ist dabei kostenpflichtig. Solchen Prop-Trading-Firmen wird oft vorgeworfen, dass sie den Großteil Ihres Umsatzes nur dadurch erzielen. Es gibt dabei natürlich schwarze Schafe, aber durchaus auch seriöse Unternehmen. 

Prop-Trading-Firmen ohne Aufnahmetest

Prop-Trading-Firmen, welche ohne Aufnahmetest Trader aufnehmen, haben einen sehr starken Hedgefonds-Charakter. Dabei wird man ohne langfristig erfolgreiches Portfolio nicht ernst genommen und nicht selten spielen auch Kontakte eine Rolle, um bei der Firma traden zu können. Die Wahrscheinlichkeit, bei solchen Prop-Trading-Unternehmen traden zu dürfen, ist also sehr gering. 

In fast jeder Prop-Trading-Firma wird in Rängen unterschieden. Sobald man startet, bekommt man größtenteils nur sehr kleine Accounts zugewiesen und man muss sich erst mal beweisen. Weist man schwarze Zahlen in gewissem Ausmaß auf, so bekommt man bessere Accounts. Auf diese Art und Weise können sich Prop-Trader nach oben arbeiten, um mehr Handelskapital zu erhalten. Auch der Split, wie die Gewinne zwischen dem Trader und den Unternehmen aufgeteilt werden, ändert sich zugunsten der Trader, sobald er mit besser bestückten Accounts handeln darf.

Zu den Prop-Trading-Unternehmen, welche auch die Aufnahme von Schweizern ermöglichen, zählen unter anderem: 
Apex Trader Funding (ATF)
The Trading Pit
Top Step Trader
Uprofit
FTMO

Die 3 besten Anbieter für Prop-Trading in der Schweiz

Wenn man als Schweizer in das Prop-Trading einsteigen will, stehen einem einige Türen offen. Dabei gibt es keine wesentlichen Unterschiede, wenn man aus der Schweiz und nicht aus der EU kommt. Die meisten Anbieter bieten Prop-Trading unabhängig von der Nationalität an. Da der Aufnahmeprozess meist sehr langwierig ist, ist es oft nicht einfach, eine Prop-Trading-Firma zu finden, da viele von ihnen unseriös sind. Um Ihnen bei der Suche unter die Arme zu greifen, stellen wir Ihnen folgend die drei besten Anbieter für Prop-Trading vor, die sich für Schweizer Trader eignen und seriös sind. 

1. Apex Trader Funding (ATF) – Die beste Wahl für Schweizer Prop Trader

Die offizielle Webseite von APEX Trader Funding

Das Prop-Trading Unternehmen, „Apex Trader Funding“, ist auf Platz 1 der in der Schweiz verfügbaren Prop Trading Konten. Und das aus gutem Grund, denn diese Plattform bietet Schweizer Prop Tradern eine herausragende Gelegenheit, ihre Handelsfähigkeiten weiterzuentwickeln und erfolgreich zu handeln. Auch hier mann kann man mit firmeneigenen Mitteln handeln und dabei eigene Strategien zu testen und perfektionieren.

Auch, wenn die Plattform auf englisch gehalten ist, sollte man sich davon nicht abschrecken lassen, denn sie funktioniert exzellent in der Schweiz. Der Bewerbungsprozess bei Apex Trader Funding beginnt mit einer „Evaluation Phase“, bei der Trader ihre Handelsfähigkeiten unter Beweis stellen müssen. Diese Phase umfasst eine umfassende Kontoanalyse, die Nutzung von Lernressourcen und die Unterstützung durch Performance Coaches.

Jeder kann sich für Apex Trader Funding bewerben, wobei die Plattform durch ihre Bildungsressourcen und detaillierte Leistungsanalysen Trader auf die Herausforderungen des Marktes vorbereitet. Somit kann man sagen, dass der gesamte Prozess darauf ausgelegt ist, kompetente Trader von weniger erfahrenen zu unterscheiden und sicherzustellen, dass nur die fähigsten Trader weiterkommen.

Abhängig von der Leistung des Traders in der Evaluationsphase wird dieser in das Programm aufgenommen und erhält Zugang zu einem Trading-konto, das seinem Können und seiner Handelsstrategie entspricht.

(Risikowarnung: Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt)

2. The Trading Pit – Exzellenter Lernbereich und Aufstiegschancen

Die offizielle Webseite von The Trading Pit

Bei „The Trading Pit” handelt es sich um das zweie Prop-Trading-Unternehmen unserer Liste. Das Unternehmen sitzt in Liechtenstein, also ganz in der Nähe der Schweiz und verfolgt die Philosophie, dass sich die einzelnen Trader untereinander helfen, um so die Performance zu erhöhen. Deshalb bietet dieser Anbieter auch eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. The Trading Pit bietet seinen Tradern unterschiedliche Strategien an, moderne Technologien fürs Trading stellt der Anbieter selbst zur Verfügung. Es gibt einen exzellenten Lernbereich und gute Aufstiegschancen, wenn man ambitioniert ist und mit dem Traden Geld verdienen will.

Mit folgenden Punkten wirbt The Trading Pit:

  • Einmalige Anmeldegebühren
  • Positionsgrößen dürfen die Trader frei entscheiden
  • Wird von EU-Institutionen überwacht
  • Trader dürfen Kooperations-Broker selbst auswählen
  • Der Anbieter stellt viele Technologien wie z. B. Trading-Plattformen zur Verfügung
  • keine laufenden Gebühren
  • Jeder Trader kann selbst bestimmen, wann er sich in der Hierarchie des Unternehmens hocharbeiten möchte

(Risikowarnung: Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt)

3. Top Step Trader – Bewährtes Prop Trading Konzept

Die offizielle Webseite von TopStep

Top Step bietet ein Verifizierungsprogramm namens „Top Step Trader“ an. Im Rahmen dieses Programms müssen Händler ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und bestimmte Anforderungen erfüllen, um als qualifizierte Händler anerkannt zu werden.

Es besteht aus mehreren Phasen, in denen die Trader ihre Handelsfähigkeiten unter realen Marktbedingungen unter Beweis stellen müssen. Das Programm umfasst auch Schulungen und Ressourcen, die den Händlern helfen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und erfolgreicher zu handeln. Das Unternehmen arbeitet eng mit Partnerunternehmen zusammen, um den Tradern den Zugang zu verschiedenen Märkten wie Forex, Futures und Aktien zu ermöglichen.

Dabei verfolgt Top Step Trader einen starken Learning-by-doing-Ansatz bei der Ausbildung der Trader. Nach der Aufnahme bei Top Step muss sich jeder Händler beweisen. Das heißt, er muss dem Unternehmen zeigen, dass er in der Lage ist, mit Risiken umzugehen und profitable Trades zu finden.

(Risikowarnung: Ihr Kapital ist Risiken ausgesetzt)

Prop-Trading-Strategien für Schweizer Trader

Verschiedene Prop-Trading-Unternehmen verfolgen verschiedene Strategien. Wie bereits erwähnt, werden die Unternehmen die Strategie sehr genau vorgeben und auch in Sachen Risikomanagement Bestimmungen auferlegen. Folgend zeigen wir kurz auf, welche Strategien viele Prop-Trading-Unternehmen vorgeben. 

Trendfolge

Trendfolge bei TradingView

Das Trading nach Trendfolge ist nicht nur bei Prop-Trading-Unternehmen, sondern auch bei privaten Tradern eine der beliebtesten Strategien. Dahinter steckt die Überlegung, dass sich Trends an den Finanzmärkten häufig fortsetzen, d. h. ein Kurs, der sich in eine bestimmte Richtung bewegt, wird sich wahrscheinlich auch weiterhin in diese Richtung bewegen. Zumindest für einen gewissen Zeitraum. 

Bestimmung des Trends

Um eine Trendfolge anwenden zu können, muss der Trader meist einen oder mehrere Indikatoren verwenden, mit denen er den Trend bestimmen kann. Gleitende Durchschnitte sind ein beliebtes Instrument für diesen Zweck. Ein gleitender Durchschnitt ist ein statistisches Maß und berechnet den Durchschnittspreis eines Instruments über einen bestimmten Zeitraum. Wenn der aktuelle Preis über dem gleitenden Durchschnitt ist, kann dies ein Zeichen für einen Aufwärtstrend sein, während ein Preis unter dem gleitenden Durchschnitt ein Zeichen für einen Abwärtstrend sein kann. 

Fibonacci-Retracements

Ein weiteres Tool, das in Verbindung mit einer Trendfolgestrategie verwendet werden kann, ist das Fibonacci-Retracement. Damit lassen sich wichtige Unterstützungs- und Widerstandsniveaus identifizieren, die als mögliche Einstiegs- oder Ausstiegsniveaus genutzt werden können. 

Scalping

Scalping bei TradingView

Scalping ist eine kurzfristige Handelsstrategie, die auf plötzliche Marktpreisbewegungen abzielt. Dabei stellt Scalping eine noch extremere Form des Daytradings dar. Scalper nutzen kleine Kursschwankungen zum Ein- und Ausstieg aus Geschäften innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden. Das Ziel dieser Strategie ist es, kleine, aber häufige Gewinne zu erzielen. Diese können sich zu einem größeren Gesamtgewinn summieren.

Schnelles Reagieren

Scalping erfordert in der Regel, schnell zu handeln und auf Marktbedingungen zu reagieren, weshalb eine schnelle Verbindung zu den Märkten und ein Broker, der schnelle Orderausführungen erlaubt, erforderlich sind. Eine gute Überwachung des Marktes und eine gute technische Analyse sind ebenfalls wichtig für die Identifizierung potenzieller Trades.

Beschränkungen und Schwierigkeiten

Scalping wird meist nur von Vollzeit-Tradern ausgeübt und kommt demnach auch im Prop-Trading oft zum Einsatz. Jedoch wird selten Scalping allein als Handelsstrategie verwendet, sondern wird größtenteils mit anderen Strategien kombiniert.

Arbitrage

Arbitrage bei TradingView

Die Arbitrage-Strategie ist eine beliebte Strategie unter Prop-Tradern, da auch sie darauf abzielt, kurzfristige Gewinne zu erzielen. Dabei sollen preisliche Unterschiede zwischen einzelnen Finanzprodukten oder ganzen Märkten je nach Anbieter ausgenutzt werden.

Folgend ein kleines Beispiel, um das Konzept zu veranschaulichen:

Beispiel

Nehmen wir an, ein Händler beobachtet, dass der Preis für eine bestimmte Aktie an der NYSE niedriger ist als der Preis an der Börse in London. Um einen Gewinn aus dem Preisunterschied zu erzielen, könnte der Händler die Aktie an der New Yorker Börse kaufen und fast gleichzeitig an der Londoner Börse verkaufen. Das Delta daraus ist dann der erwirtschaftete Gewinn. 

Schnelle Reaktion

Die Arbitrage-Strategie erfordert jedoch schnelles Handeln. Die Preisunterschiede sind oft nur von kurzer Dauer. Außerdem müssen Handels- und Finanzierungskosten (beim Kauf und Verkauf des Instruments) sorgfältig abgewogen werden, um sicherzustellen, dass der erwartete Gewinn die anfallenden Kosten übersteigt. Darüber hinaus müssen auch hier entweder sehr viele oder sehr große Positionen eröffnet werden. 

Swing-Trading

Swing Trading bei TradingView

Beim Swing-Trading wird versucht, Swings zu identifizieren. Dies sind kleine Kurseinbrüche oder Höhen während eines Trends. Ein Swing entsteht dann, wenn klar gesagt werden kann, dass der Swing keinen neuen Trend auslöst. Diesen Swing gilt es dann, egal ob Sing-High oder Swing-Low, auszunutzen. Trades können dabei in fast jedem Zeitintervall gehalten werden, meist aber werden Swing-Trades über wenige Tage gehalten.

Ziel vom Swing-Trading

Von mittelfristigen Markttrends zu profitieren, ist das Ziel des Swing-Trading. Dazu werden Instrumente der technischen Analyse wie Trendlinien, gleitende Durchschnitte und Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) oder der Moving Average Convergence Divergence (MACD) eingesetzt, um mögliche Einstiegspunkte zu identifizieren und Exit-Strategien zu entwickeln. Unterm Strich macht aber auch die Erfahrung viel aus und erfahrene Swing-Trader erkennen Swings oft auch ohne solche Indikatoren, verwenden sie aber dennoch, um sich bestätigen zu lassen.

Risiko

Ein Vorteil des Swing-Trading ist, dass es eine vielversprechende Möglichkeit zur Platzierung von Trades ohne Fokussierung auf langfristige Investitionen ist. Es gibt jedoch auch Nachteile. So besteht beispielsweise das Risiko, dass ein Trade aufgrund schneller Marktbewegungen gegen Sie läuft, während Sie noch die Position halten.

Beim Swing-Trading ist es wichtig, ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Verhältnis zu wahren. Um Verluste zu minimieren, sollte eine Stop-Loss-Order angewendet werden. 

Mean Reversion

Mean Reversion Indikator bei TradingView

Bei der Mean-Reversion-Strategie handelt es sich um eine Strategie, die davon ausgeht, dass sich die Preise von Vermögenswerten im Laufe der Zeit um einen Mittelwert herum bewegen. Die Strategie zielt darauf ab, von diesem Trend zu profitieren, indem Trades platziert werden, wenn der Preis eines Vermögenswertes über oder unter seinem Mittelwert liegt, in der Annahme, dass er zu diesem Mittelwert zurückkehren wird.

Zeitraum

Um eine Mean-Reversion-Strategie zu implementieren, müssen Sie zunächst einen geeigneten Zeitrahmen für Ihren Durchschnitt bestimmen, basierend auf Ihren Handelszielen und der Volatilität des Vermögenswertes. Sobald Sie einen geeigneten Zeitrahmen festgelegt haben, berechnen Sie den Durchschnittspreis des Vermögenswerts über diesen Zeitrahmen. Sie können dann Trades platzieren, wenn der aktuelle Preis des Vermögenswerts deutlich von diesem Durchschnitt abweicht, in der Annahme, dass er wahrscheinlich zu diesem Durchschnitt zurückkehren wird.

Risiko

Mean Reversion kann jedoch nicht in allen Märkten funktionieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, den Markt genau zu beobachten, um sicherzugehen, dass es einen stabilen Trend in Richtung Mean Reversion gibt, bevor Sie eine Mean-Reversion-Strategie implementieren. Um sicherzustellen, dass Sie fundierte Handelsentscheidungen treffen, sollte die Mean-Reversion-Strategie mit anderen Analysen und Indikatoren kombiniert werden.

Key Facts zur passenden Prop-Trading-Strategie:

  • Es ist wichtig zu beachten, dass jede Strategie ihre Stärken und Schwächen hat 
  • Sie sollten eine Strategie wählen, die gut zu Ihren finanziellen Zielen und Ihrer Risikotoleranz passt
  • Obendrein ist es wichtig, regelmäßig Ihre Strategie zu überprüfen und anzupassen, um sicherzustellen, dass sie weiterhin erfolgreich ist.

Vor- und Nachteile von Prop-Trading

Vorteile von Prop Trading

Da Sie nun wissen, was Prop-Trading ist, wollen wir uns folgend kurz mit den Vor- und Nachteilen befassen. Nicht für jeden Trader eignet sich Prop-Trading und selbst wenn muss man auf einige Dinge aufpassen. Folgend klären wir Sie darüber auf. 

Vorteil Nr. 1: Kontrolle über das Trading

Als Prop-Trader haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Trades. Sie können meist selbst entscheiden, in welchen Märkten und mit welchen Instrumenten Sie handeln möchten. Zudem können Sie auch meistens selbst entscheiden, wann Sie handeln möchten, solange die Performance stimmt. 

Vorteil Nr. 2: Unabhängigkeit

Prop-Trading bietet Ihnen die Möglichkeit, unabhängig von Banken und institutionellen Kunden als Trader aufzutreten und dabei hohe Volumen zu handeln. Besonders, wenn Sie über die nötigen Fähigkeiten verfügen, aber noch nicht genügend Kapital für das eigene professionelle Portfolio haben, kann Prop-Trading Abhilfe verschaffen.

Vorteil Nr. 3 Höheres Einkommen

Prop-Trader haben oft die Möglichkeit, ein höheres Einkommen zu erzielen, als sie es erreichen könnten, wenn sie nur selbst für sich traden würden. Das liegt vor allem an den gut bestückten Accounts, die Prop-Trader zur Verfügung gestellt bekommen. Zudem sind die Splits zwischen Trader und Prop-Trading-Unternehmen bei guten Tradern oft sehr gut. 

Vorteil Nr. 4. Intensive Ausbildung

Prop-Trading Unternehmen bieten oft intensive Schulungen an. Diese sollen Ihnen die Fähigkeiten und das Know-how vermitteln, die Sie für einen erfolgreichen Handel benötigen.

Vorteil Nr. 5 Kosteneinsparungen

Prop-Trading Unternehmen übernehmen meist sämtliche Kosten für die Handelsplattform und die notwendige Technologie. Für die Trader bedeutet dies oft eine erhebliche Kostenersparnis.

Nachteil Nr. 1: Wenig Flexibilität

Live Trade bei The Trading Pit

Im Prop-Trading hat man zwar ein recht hohes Kapital zur Verfügung, was aber nicht bedeutet, dass man immer nach eigener Wahl Positionen eröffnen kann. Besonders am Anfang geben die Prop-Trading-Unternehmen vieles vor und man muss sich meistens genau an ihre Strategien und Vorgehensweisen halten. 

Nachteil Nr. 2: Stress und Druck

Prop-Trading kann sehr stressig sein, denn Sie sind allein dafür verantwortlich, die gewünschte Performance des Unternehmens zu erreichen. Nicht selten sind diese Ziele für viele sehr unrealistisch und besonders zu Beginn kann man schnell aus der Prop-Trading-Firma entlassen werden, wenn man die Performance nicht erreicht.

Nachteil Nr. 3: Schwer zu erreichen

Es ist schwierig, ein Prop-Trading-Büro zu finden, und es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Unternehmen, die Prop-Trading anbieten. Sobald man ein passendes Unternehmen für sich gefunden hat, muss man in den meisten Fällen noch die Aufnahmeprüfung schaffen, welche teuer ist und hohe Durchfallquoten haben. 

Nachteil Nr. 4: Keine sozialen Sicherheiten

Als Prop-Trader sind Sie meistens selbstständig und demnach nicht sozial abgesichert, wie es bei einem Angestelltenverhältnis der Fall ist.

Prop-Trading vs. Hedgefonds

Prop-Trading vs. Hedgefonds Unterschiede

In der Praxis sind Prop-Trading Unternehmen und Hedgefonds recht ähnlich aufgebaut. In beiden Fällen werden Trader damit beauftragt, eine bestimmte Performance zu erreichen. Auch bei Hedgefonds wird dabei oft eine Strategie vorgegeben und auch Risikominimierungsmaßnahmen vorausgesetzt. 

Unterschiede

Die Unterschiede liegen in der Kapitalbeschaffung und der Vergütung der Trader. Wie bereits erwähnt, handeln Prop-Trader mit dem Geld der Prop-Trading-Unternehmen, während Hedgefonds das Kapital von externen Geldgebern bzw. Investoren verwalten. In einem Hedgefonds handeln Sie also mit dem Kapital ihrer Investoren.

Beide Arten unterliegen aber ähnlichen Regulierungen. Unterschiede gibt es zudem bei der Vergütung. Prop-Trader erhalten in der Regel einen Teil ihrer Gewinne ausgezahlt, während Hedgefonds eine jährliche Managementgebühr erheben und die Trader an den Gewinnen partizipieren. Prop-Trader verfolgen in der Regel zudem eine aggressivere Anlagestrategie und zielen auf kurzfristige Gewinne ab, während Hedgefonds eine defensivere Anlagestrategie verfolgen und auf mittel- bis langfristige Gewinne ausgerichtet sind. Prop-Trading ist eine Karriereoption für erfahrene Finanzexperten, während Hedgefonds eine beliebte Anlageoption für institutionelle Anleger und Personen mit hohem Eigenkapital (High-net-worth Individuals) sind.

Ist Prop Trading in der Schweiz legal?

Prop Trading Schweiz rechtliche Beurteilung

Für viele stellt sich zu Recht die Frage, ob Prop Trading in der Schweiz legal oder verboten ist, denn die Schweiz verfügt über ein gut etabliertes Finanzsystem mit klaren Regeln, die Prop Trading erlauben, solange sich die Unternehmen an die geltenden Gesetze und Vorschriften halten.

Legal ist Prop Trading immer dann, wenn die Unternehmen von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt werden, denn diese wacht über die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Sie kümmert sich auch um die Stabilität des Finanzmarktes und den Schutz der Anlegerinnen und Anleger. Das heisst, wenn man als Schweizer beispielsweise bei einer von der FINMA regulierten Firma wie TheTradingPit oder FTMO handelt, ist das erlaubt, denn Prop-Institutionen werden streng überwacht. Allerdings sollte man sich vor unseriösen Firmen in Acht nehmen, um nicht Gefahr zu laufen.

Fazit – Prop-Trading in der Schweiz bietet Chancen & Herausforderungen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Prop-Trading vor allem für erfahrene Trader geeignet ist und eine attraktive Möglichkeit darstellt, potenziell hohe Gewinne zu erzielen, wenn man weiss, was man tut. Zudem sind die Splits zwischen Prop-Trader und Anbieter oft sehr grosszügig. So sind 80/20 Splits in höheren Rängen keine Seltenheit.

Der Weg zum Prop-Trader ist allerdings steinig. Die Aufnahmeprüfungen sind schwierig, teuer und nicht immer seriös. Die meisten Prop Trader haben mehrere Anläufe gebraucht, um sich gegen andere Trader durchzusetzen. Wichtig ist, eine seriöse Prop-Trading-Firma zu finden. In unserem Test konnten The Trading Pit, FTMO und Top Step Trader überzeugen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Meistgestellte Fragen zum Prop-Trading in der Schweiz

Wer kann Prop-Trading betreiben?

Grundsätzlich kann jeder Prop-Trading betreiben, der über entsprechende Erfahrung und Kapital verfügt. Es handelt sich jedoch um eine anspruchsvolle Form des Börsenhandels, die eher für erfahrene Händler oder professionelle Trader geeignet ist.
Zudem ist es in dieser Branche schwer, überhaupt handeln zu dürfen, da die Aufnahmeverfahren sehr schwierig sind. In der Regel steht es aber jedem Trader frei. 

Was sind die Anforderungen an Prop-Trader und wie kann man sie erfüllen?

Es gibt einige Voraussetzungen, die man erfüllen muss, um als Prop-Trader erfolgreich zu sein. Um die Funktionsweise und die Trends der Märkte zu verstehen, ist zunächst ein umfassendes Wissen über die Finanzmärkte und den Handel erforderlich. Um eine klare Handelsstrategie zu entwickeln und Emotionen beim Handeln zu vermeiden, sind Disziplin und Kontrolle notwendig. Ein gewisses Maß an Risikobereitschaft ist ebenfalls von Vorteil. Allerdings sollte man das Risiko sorgfältig abwägen und sich entsprechend positionieren. Regelmäßiges Üben und kontinuierliche Weiterbildung sind ebenfalls unerlässlich, um die Handelsfähigkeiten zu verbessern, wobei oft die Anbieter selbst Weiterbildungen anbieten. 

Wie werden Prop-Trader bezahlt und wie werden ihre Gewinne in der Schweiz besteuert?

Prop-Trader werden in der Regel erfolgsabhängig bezahlt. Das heißt, sie erhalten einen Teil des Gewinns, den sie für das Unternehmen erwirtschaften. Die Höhe ihrer Vergütung ist abhängig von ihrer Fähigkeit zum erfolgreichen Handel und zur Erzielung von Gewinnen. In einigen Fällen ist es auch möglich, dass Prop-Trader ein Grundgehalt erhalten. Die Besteuerung der Gewinne hängt von verschiedenen Faktoren ab, u. a. davon, in welchem Land die Prop-Trading-Gesellschaft ihren Sitz hat und in welchem Land der Prop-Trader ansässig ist. Da man als Prop-Trader meistens selbstständig ist, sind die Gewinne in der Schweiz ganz normal gemäß der Einkommenssteuer zu versteuern. 

Was sind die häufigsten Fehler, die Prop-Trader machen und wie kann man sie vermeiden?

Prop-Trader sollten übermäßigen Handel vermeiden, um Gewinne zu schützen und ein ausgewogenes Portfolio zu gewährleisten. Diversifikation ist wichtig, um das Risiko zu minimieren. Eine gut durchdachte Handelsstrategie, die diszipliniert befolgt wird, ist ebenfalls entscheidend. Ständige Marktforschung und das Vermeiden impulsiver Entscheidungen tragen zum Erfolg bei. Emotionale Beteiligung kann zu Fehlentscheidungen führen, daher ist es wichtig, emotionslos an der Strategie festzuhalten.

Welche Prop-Trading-Anbieter sind die besten für Schweizer? 

Es gibt viele Anbieter auf dem Markt und viele von Ihnen sind zudem nicht seriös. In unserem Test konnte The Trading Pit, FTMO und Top Step Trader am besten abschneiden. Ansonsten gibt es aber auch noch Unternehmen wie Uprofit oder Heldental, die ebenfalls Prop-Trading anbieten. 

Res Marty
Res ist ein Anleger aus der Schweiz mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund. Für trading.ch kuratiert, recherchiert und selektiert Res anlagerelevantes Wissen und bereitet es so auf, dass Trader auf Basis persönlicher Kriterien zwischen verschiedenen Anlageformen qualitativ wählen können.
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